LOS YMPOSSIBLES

…und wie das Unmögliche entsteht:

Ein argentinischer Ire der ständig Gitarre und Charango* spielt, ein schwedischer Barock-Bassist, der Rock’n’Roll liebt, ein franco-britischer Cembalist für den Improvisation zum musikalischen Alltag gehört, und eine Mainzer Geigerin, die diese Musiker zusammenführt und einen Faible für das Unmögliche hat.
Wie ist es möglich, dass ein bolivianisches Hirteninstrument auf ein aristokratisches Cembalo aus Frankreich trifft …

  • Wie ist es möglich, dass ein Komponist aus dem 17.Jahrhundert wie zum Beispiel Dietrich Buxtehude ein Zeitreise nach New Orleans unternimmt?
  • Wie ist es möglich, dass die Komponisten Francesco Geminiani, Henry Purcell und Turlough O`Carolan sich zu einer musikalische Soiree in Dublin treffen ?
  • Wie kann ein Straßentanz aus Madrid des 18.Jahrhunderts plötzlich im deutschen Schwarzwald lebendig werden?

Nichts von dem ist unmöglich wenn:

  • vier außergewöhnliche Musiker zusammenkommen, um Lateinamerika mit Europa und Folklore mit Barockmusik zu verbinden
  • Das Konzert ein Gesamtkunstwerk wird
  • Künstler und Zuhörer eine Einheit werden
  • Unmögliches wird möglich.

Los Ympossibles trafen sich zum ersten Mal 2006 um die unmögliche Instrumentenkombination auszuprobieren. Das erste Stück war ein Liebeslied des spanisch Komponisten Santiago de Murcia mit dem Namen Los Ympossibles.
Die klangliche Verschmelzung der vier Instrumente überzeugte alle, und schon hatte das Kind seinen Namen. Der Komponist Santiago de Murcia war für seine Zeit eine Art Weltmusikspezialist.Er hatte die italienische, spanische und französischen Musik kennengelernt und war vertraut mit der Tanzmusik aus Afrika und Südamerika.

Die antiquarische Schreibweise mit „Y“ und Doppel „ss“ inspiriert uns Musiker das scheinbar unmögliche Vorhaben, europäische Barockmusik mit traditionellen Musikstilen und Instrumenten aus unterschiedlichen Regionen zu kombinieren. Alles in der Tradition Murcias.

Musik der Keltischen Tradition, der baltisch- skandinavischen Ländern, Lateinamerika und das „Universum“der Barockmusik stehen im Fokus unseres Repertoires,dass sich ständig erweitert. Die einmalige Herangehensweise und Umsetzung von alter Musik und Volksmusik zusammen mit dem besonderen Klang,der aus der Instrumentenkombination resultiert, hat bereits das Interesse mehrerer zeitgenössischer Komponisten geweckt, so widmete uns der dänische Komponist Ole Buck 2007 einen sechsteiligen Zyklus „Danza por la bella estacion“. Dies ist das erste Werk was jemals für Violine, Kontrabass, Cembalo und Charango geschrieben wurde. Alles andere im Repertoire von Los Ympossibles mußte für diese Besetzung arrangiert werden. Dies ist sowohl eine Herausforderung als auch eine Bereicherung und ermöglicht viel Raum für Spontanität und Improvisation.

Die begeisterte Reaktion von Presse und Publikum nach „Ympossibles“ Konzerten zeigt den Erfolg und die Anziehungskraft der „unmöglichen“ Idee.

* Charango ist ein Zupfinstrument aus dem Hochgebirge von Bolivien und entstand aus dem Vorbild der Barockgitarre, die durch die spanische Kolonialisierung nach Südamerika kam.